27.3.2002Lycos wirft HotBot aus dem Angebot
Wie Heise-online meldet, will Lycos Europe sein Angebot auf die Marken Lycos.de und Fireball reduzieren. Dagegen soll die Suchmaschine HotBot voraussichtlich bis Ende 2002 eingestellt werden, weil man sich nur noch auf zwei Suchmaschinen "konzentrieren" will. Noch nicht entschieden ist, was mit Paperball geschehen soll. Unter Umständen sollen die Funktionen von Paperball in der Netzeitung aufgehen. Dementiert wird allerdings, dass die Fireball eingestellt werden soll. Im Gegenteil: Nach Ostern soll eine neue, "deutlich verbesserte Version" von Fireball online gehen, die nach Unternehmensangaben als Suchmaschine "der nächsten Generation" gehandelt wird.
Kompletter Artikel: Heise online
Direktlink: Lycos Europe
Kontext: HotBot muss weichen

26.3.2002Google zapft Rechnerkapazitäten der Nutzer ab
Informationen der Computerwoche zufolge will Google zunächst testweise überschüssige Rechnerkapazitäten der Nutzer für ein Distributed-Computing-Projekt abzapfen. Dazu wurde jetzt an 500 Anwender eine spezielle Version der Google Toolbar ausgeliefert, über die die Leistung der PCs dem so genannten "Folding@home"-Projekt der Stanford University zur Verfügung gestellt. Das Projekt beschäftigt sich mit der Analyse von Proteinen. Wer Rechenzeiten freigeben will, kann die dazu notwendige Software auch direkt von den Webseiten des Projekts laden. Google verfolgt nach eigenen Angaben mit der Beteiligung an Folding@home keine kommerziellen Interessen. Ziel sei es lediglich, so eine Google-Sprecherin, Wissenschaft und Forschung unterstützen.
Kompletter Artikel: Computerwoche
Direktlink: Google
Kontext: Folding@home Projekt

25.3.2002Fireball Team wird zu Lycos eingegeliedert
Wie das Online-Magazin e-Market unter Berufung auf den Fachdienst "w&v-online" berichtet, soll die Lycos-Tochter Fireball als eigenständiges Unternehmen voraussichtlich noch im Frühjahr aufgegeben werden. Die Suchmaschine selber und der Service bleiben davon erst mal nicht betroffen. Die meisten Mitarbeiter des Hamburger Unternehmens werden zu Lycos Europe wechseln.

Fireball wird dennoch nach Ostern mit einer komplett neuen Technologie relaunchen. Insider trauen der neuen Suchengine zu, schnell eine ernsthafte Konkurrenz zu Google zu werden. Nicht nur Page Rank Technologie soll einen zukünftigen Vorsprung sichern, sondern eine komplett neuartige Indexierung von Webseiten unterschiedlichster Art.

Wenn sich die neue Technik bewährt, könnte sie möglicherweise auch für Lycos selber eingesetzt werden. Derzeit nutzt man die Technologie von Fast.
Kompletter Artikel: e-Market
Direktlink: Fireball
Kontext: Lycos.de

25.3.2002Google-Bombing manipuliert Suchergebnisse
Glaubt man der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, gibt es in den USA ein neues Internet-Gesellschaftsspiel. Das heißt "Google-Bombing" und ist darauf ausgerichtet, die Suchmaschine Google so zu manipulieren, dass sie bestimmte Inhalte aus dem Internet bevorzugt anzeigt. Laut FAZ könnten davon sogar Parteien im Wahlkampf davon profitieren, indem sie bei der Suche nach bestimmten Stichworten auf die eigene Polit-Website lenken.

Möglich werden solche Manipulationen bei Google, indem man eine Seite häufig empfiehlt, so dass man deren Platzierung in der Google-Ergebnisliste verbessert. Insbesondere Weblogs sollen diesen Mechanismus missbrauchen, in dem sie durch Verweise auf weitere Weblogs eine Art "Selbstreferenzialität" erzeugen. Das Resultat davon ist, dass eine Seite in den Google-Suchergebnissen für einen bestimmten Begriff künstlich nach vorn gepusht wird.

Google hat diese Manipulationsmöglichkeit allerdings herunter gespielt. Man verfüge über genügend unterschiedliche Algorithmen, um eine "feindliche Übernahme der Suchergebnisseiten" sehr zu erschweren.
Kompletter Artikel: Heise Online
Direktlink: Google
Kontext: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

22.3.2002Scientology erzwingt Seitenlöschung
Wegen vermeindtlicher Copyrightverstösse hat die grosse Suchmaschine Google Scientology-kritische Seiten aus ihrem Index gelöscht. Die Sekte hatte mit einer Klage wegen Urheberrechtsverletzung gedroht, wenn die Seiten nicht entfernt würden.

Ob eine solche Klage tatsächlich berechtigt gewesen wäre ist fraglich. Auch schon in der Vergangenheit hatte Scientology unerwünschte Artikel oder Beiträge im Internet sperren lassen unter dem Vorwand, diese verletzten ihre Urheberschaft.

Offenbar wollte Scientology mit diesem Schritt verhindern, dass kritische Seiten vor den eigenen Seiten bei der Google-Suche gelistet werden. Hintergrund: Im Februar schlossen sich Scientology-kritische Seiten unter dem Namen "Operation Clambake" zu einer Art Webring zusammen, um ihr Google-Ranking zu verbessern. Da Google unter anderem nach Linkhäufigkeit wertet, hatte diese Praktik durchaus Erfolg und an erster Stelle erschienen bei Google nach kurzer Zeit die Seiten von Operation Clambake.

Die Scientology-Löschaktion hatte weniger Erfolg: die Suche nach Scientology bei Google ergibt laut Heise Online immer noch Scientology-kritische Seiten zuoberst und im Google Katalog wird die Operation Clambake immer noch an erster Stelle gelistet.
Nach einem neuen Bericht von Heise online hat Google die Löschung von Operation Clambake wieder rückgängig gemacht. Andere im Rahmen der Löschaktion entfernte Seiten sind aber nicht wieder in den Index eingegangen. Eine Stellungnahme zu den Gründen der Wiederaufnahme liegt nicht vor.

Kompletter Artikel: Heise online
Direktlink: Google
Kontext: Operation Clambake

21.3.2002Gerichtsentscheid: Allesklar hat den Größten. Katalog.
Sowohl Web.de als auch Dino-Online haben von sich behauptet, das umfangreichste Verzeichnis zu besitzen. Allesklar hat nun die Konkurrenz erfolgreich abgemahnt und darf nun mit juristischer Rückendeckung den Titel "umfangreichster Katalog" mit 480.000 redaktionell erfassten Einträgen führen. Web.de hat etwa 455.000, Dino-Online 353.000. Die Qualität steht bei solchen Zahlenspielen und Gerichtsentscheidungen aber nicht zur Debatte.
Kompletter Artikel: Allesklar Pressemeldung
Direktlink: Allesklar.de

20.3.2002Web.de: Ohne Geld kein Eintrag mehr
Schon bisher war der Eintrag bei Web.de mit einer kleinen Hürde verbunden: Eine komplette Nutzer-Registrierung war schon bei einer normalen Seitenanmeldung fällig. Wer es schneller oder schicker haben will, kann seit geraumer Zeit schon in einen Express-Eintrag oder eine besondere Hervorhebung investieren. Seit dem 6. März geht ohne Kohle nichts mehr.

Alle, auch nichtkommerzielle Seiten, müssen etwa 27,84 Euro überweisen, um innerhalb 6 Wochen für eine Aufnahme in das Web.de Verzeichnis überprüft zu werden. Der Betrag wird immer fällig, egal, ob die Seite später aufgenommen wird oder nicht.

Interessant sind die (insgesamt 48) Gründe, die zur Ablehnung einer Eintragung führen können:

Neben der selbstverständlich geforderten Erreichbarkeit kann "zu geringer Informationsgehalt", zu viele broken Links und HTML- oder JavaScript Fehler, oder das automatische Öffnen weiterer Browserfenster einen Eintrag verhindern. Erotik Anbieter müssen sowieso eine spezielle Anmeldung benutzen.

Bisherige Einträge bleiben von der neuen Regelung unberührt. Web.de wird aber auf Dauer eher ein Branchenverzeichnis als ein inhaltlich umfassender Katalog (wie bisher) werden; zu viele Betreiber von Infoseiten ohne kommerzielle Interessen werden die kostenpflichtige Web.de Anmeldung in Zukunft sicher meiden.

Kleiner Trost am Rande: Web.de schaltet bei Suchanfragen, die keine Treffer bringen, zu Google weiter. Dort sollten gut gemachte Seiten allemal zu finden sein.
Kompletter Artikel: Chip Online
Direktlink: Web.de
Kontext: Ablehnungsgründe

20.3.2002Dino-Online mit Treffer-Slideshow
Ab sofort wartet die Suchmaschine Dino-Online mit einer Treffer-Slideshow auf. Klickt man einen Link aus den Suchergebnissen an, öffnet sich die gewünschte Seite in einem zweigeteilten Frameset. Über eine deaktivierbare Navigationsleiste kann man zu den nächsten oder vorhergehenden Treffer blättern. Ein Klick auf "autom. blättern" startet die Slideshow im unteren Frame, deren Zeitintervall man über ein Eingabefeld in der Leiste ändern kann. Die Slideshow ist auch auf die Bildersuche von Dino-Online anwendbar und lässt sich per Klick auf die Rubrik "Bilder" erreichen. Nach eigenen Angaben kann man bei Dino in zwei Millarden Webseiten suchen.
Kompletter Artikel: PC-Welt
Direktlink: Dino-Online

18.3.2002Kinder - suchmaschine mit neuem Sponsor nur bis Jahresende
Der alte Sponsor, Infoseek, hatte komplett dicht gemacht. Jetzt hat sich der Provider Ision für ein Jahr bereit erklärt, den Server bei sich aufzunehmen und für den Traffic aufzukommen. Die Blinde Kuh wird seit 1997 privat und ohne kommerzielle Interessen betrieben und ist eine der größten, wenn nicht die größte Kinderwebsite in Deutschland. 3000 handverlesene Einträge und eine Menge speziell aufgearbeitete Themenseiten stehen für die jungen Surfer zur Verfügung.
Kompletter Artikel: Kölnische Rundschau
Direktlink: Die Blinde Kuh macht sich Gedanken über ihre Zukunft

18.3.2002Weiterer Stellenabbau bei Lycos
Nach vorangegangenen Stellenstreichungen in den vergangenen Monaten müssen jetzt wieder 200 von 1100 Mitarbeitern europaweit gehen. Ziel der Maßnahme ist das frühzeitige Erreichen der Gewinnzone. In zweiten Halbjahr 2001 wurden 67,5 Mio Euro Verluste gemacht, bei auf 68.8 Mio Euro gestiegenem Umsatz.
Kompletter Artikel: Financial Times
Direktlink: Lycos
Kontext: Manager Magazin

15.3.2002Googles Spezialsuchen
Auf der englischsprachigen Startseite gibt es seit kurzem den Link zu News and Resources. Dahinter virbirgt sich die neue, noch im Betastadium befindliche Newssuche, mit der auf den Webseiten von knapp 30 US Zeitschriften, etwa 40 internationalen Zeitungen und Organisationen und einer handvoll US Regierungsseiten recherchiert werden kann.

Damit reiht sich die Newssuche in eine Reihe bereits existierender Spezialsuchen ein, die leider etwas versteckt auf der englischsprachigen advanced-search Seite verlink sind: betriebssystem-relevante Suchen nach Apple Macintosh, BSD Unix, Linux; Microsoft, Suche auf diversen Uni-Sites amerikanischer Hochschulen.
Kompletter Artikel: Der Standard
Direktlink: Google Newssuche
Kontext: Google Advanced Search

13.3.2002Looksmart kauft Wisenut
Looksmart ist zwar hierzulande bisher kaum bekannt, hat aber (immerhin) seit einigen Monaten ein eigenes, deutschsprachiges Verzeichnis, das unter anderem von AltaVista verwendet wird. Während die Qualität des deutschen Verzeichnisses wenig überzeugen kann, ist Looksmart in Amerika Yahoos ärgster Konkurrent.

Jetzt legt Looksmart weiter zu: Die innovative und sehr vielversprechende Volltextsuchmaschine wurde kurzerhand übernommen. Damit steigt der Konkurrenzdruck für die anderen Suchdienste weiter an.
Kompletter Artikel: Iwon Money
Direktlink: Wisenut
Kontext: Suche der nächsten Generation

11.3.2002Google durchsuchte geheime Dateien
Ein Fehler in der Software brachte Google dazu, auch solche Dokumente auf gesicherten Servern zu durchsuchen, die eigentlich gar nicht durchsucht werden sollten. Solche gesicherten Server enthalten teilweise Inhalte, auf die nur gegen Bezahlung zugegriffen werden darf oder sogar sensible interne Informationen.

Normalerweise kann der Webmaster jedoch mit der Datei robots.txt den Suchmaschinenrobotern untersagen, in bestimmte Bereiche vorzudringen, zum Beispiel eben in solche mit Dateien, die nur mit dem verschlüsselten Übertragungsprotokoll https übertragen werden. Mehrere Wochen lang war der Google Robot unterwegs und missachtete für über https erreichbare Seiten die robots.txt. Etwa 3,8 Millionen Seiten wurden eingesammelt und indexiert.

Google meint, dass grundsätzlich auch die mit dem sicheren Übertragungsprotokoll https zugänglichen Dokumente einer Indexierung wert seien, musste jedoch auf Protest vieler Webmaster schleunigst nachbessern. Jetzt werten die Google Roboter mit dem Namen BackRub die robots.txt für alle übertragungsprotokolle aus.

Google brachte schon einmal Webmaster in Verlegenheit, die leichtsinnig vertrauliche Office Dokumente auf ihren Servern herumliegen ließen. Die werden prompt auch durchsucht. In dem Falle war aber Google unschuldig; wer Dokumente auf einen öffentlichen Server legt, die da nicht hin gehören, ist selber schuld.
Kompletter Artikel: Heise Ticker
Kontext: Passwörter finden

10.3.2002Vizzavi mit regionaler WAP-Suche
Bereits Ende letzten Jahres berichtete die Suchfibel von einer regionalen Suchtechnologie auf WAP-Basis, die von der Firma Interway entwickelt wurde. Nun gibt es das erste Portal, das mittels dieser Technologie eine ausgefeilte Restaurantsuche (sogar mit Speisekartenanzeige) ermöglicht. Vizzavi heisst der WAP-Restaurantguide und ist eine Kooperation der Firmen Vivendi Universal und Vodafone.
Auf der CeBit soll das Portal vorgestellt werden.Neben der Interway-Technologie wird auch eine Wegbeschreibung von yellowmap integriert, damit der WAP-Nutzer auch bestimmt zum gewünschten Etablissement findet.
Das Portal steht allerdings nur Kunden von Vodafone (in Deutschland D2) zur Verfügung.
Kompletter Artikel: Presseportal
Direktlink: Vizzavi Webportal
Kontext: Suchfibel-Artikel vom 30.11.01: Regionale WAP-Suche