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Suchmaschinen-Toolbars

Zweiter Teil

Google

Highlights Popup-Blocker, PageRank-Anzeige
Schwächen
Note 2
URL http://toolbar.google.com/intl/de/
System Windows 95/98/ME/NT/2000/XP, IE 5.0 oder höher (Popup-Blocker: mind. 5.5)

Die Installation der Google-Toolbar erfordert den vorausgehenden Download einer speziellen exe-Datei, mit der die Funktionsleiste im Browser integriert wird. Google gibt dem Nutzer die Option, während des Surfens anonymisierte Daten über die besuchten Seiten an Google zu senden oder dies grundsätzlich nicht zu tun. Google begründet die Datenübertragung mit „erweiterten Funktionen“, die nur mit diesen Daten zur Verfügung stehen. Dazu gehört beispielsweise die Anzeige des PageRanks der gerade besuchten Seite. Die Hilfeseiten sind sehr ausführlich gestaltet, viele Fragen und mögliche Probleme werden aufgegriffen. Auch die Beschreibung der einzelnen Schaltflächen und Features ist recht ordentlich. Die Deinstallation erfolgt problemlos, wenn man erst den unter „Hilfe“ versteckten Menüeintrag „Deinstallieren...“ gefunden hat.

In der neuen Toolbar-Version wurde nun auch ein Popup-Blocker integriert, der unerwünschte Werbe-Popups verlässlich unterdrückt. Google bietet auch in der Version 2.0 die Features aus den Vorgängerversionen. Dazu gehört die Suche mit allen google-eigenen Eingrenzungsmöglichkeiten (weltweit, deutschlandweit, aktuelle Site, Bilder, Groups, Verzeichnis, News) und ein Markierungs-Tool für Suchbegriffe.

Der PageRank der aktuellen Seite wird - wie bereits in den älteren Versionen der Toolbar - mit einem Balken in der Toolbar angezeigt; der ALT-Text des Balkens offenbart den genauen PageRank-Wert. Ein wirklich suchrelevantes Feature bietet die Google Toolbar mit zwei weiteren Schaltflächen: damit kann der Nutzer nach Auslösen einer Suchanfrage direkt zum nächsten oder vorherigen Treffer der Suchergebnisliste springen. Ein Klick auf den Vor- oder Zurück-Pfeil ruft die entsprechende Webseite im Browser auf. Eine Lupen-Schaltfläche, die die Markierung in der aufgerufenen Seite auf das nächste Vorkommen des Suchbegriffs weiterspringen lässt, ist ebenfalls vorhanden. Ebenso wie bei Altavista erschließt sich die Bedeutung des Button nicht sofort – doch zumindest der ALT-Text des Buttons ist hier bei Google eindeutig.

Google testet mit der neuen Toolbar-Version außerdem ein Feature zur Bewertung von Webseiten, symbolisiert durch einen fröhlichen bzw. traurigen Smiley. Bei Klick auf die Schaltflächen wird die Bewertung der gerade aufgerufenen Seite an Google gesendet; lt. Hilfeseiten fließt dies bislang aber noch nicht in das Ranking der Seiten ein.



Fazit: das Original ist vielen Mitbewerbern immer noch voraus – ein Tool, das suchrelevante Hilfsmittel bietet.

Hotbot

Highlights
Schwächen Usability ist ein Fremdwort
Note 6
URL http://www.hotbot.com/tools/
System Windows 95/98/ME/NT/2000/XP, IE 4.0 oder höher

Die Hotbot-Deskbar fällt aus dem Rahmen: sie wird nicht wie alle anderen Toolbars als Symbolleiste in den InternetExplorer integriert, sondern installiert sich in die Startleiste des Windows-Bildschirms. Danach erscheint ein Suchschlitz direkt in der Startleiste, der die Suchanfragen an die jeweilig aufgerufene Suchmaschine weitergibt und die Erbnisseite im Broswer darstellt. Hotbot wirbt damit, dass über 200 verschiedene Suchanbieter genutzt werden können. Das geschieht aber nicht als Meta-Suche mit mehreren Suchressourcen, sondern in immer wieder festzulegender Auswahl der jeweils gewünschten Suchmaschine. Damit ist auch schon das hauptsächliche Feature der Toolbar erfasst: Suchanfragen auf verschiedene einzelne Suchanbieter loszulassen. Bei der Auswahl des Menüeintrags eines bestimmten Suchanbieters erscheinen mehr oder minder riesige Kontextmenüs, die auf Switches hinweisen, mit denen die Suchsyntax genauer spezifiziert werden kann. In Sachen Usability ist das die absolute Frechheit – und die kryptischen Einträge versteht sowieso nur jemand, der sich mit der Syntax zumindest schon etwas auskennt.

Neben den Suchanfragen lassen sich aus dem Menü heraus auch direkt bestimmte Windows-Funktionen aufrufen (Rechner, Eingabeaufforderung etc.) – wo da der Wert für den Nutzer liegen soll, bleibt vollkommen unklar.

Fazit: eine grottenschlechte Anwendung, die nur Platz in der Startleiste frisst und keine echten Zusatzfunktionen bietet.

Kartoo

Highlights Ungewöhnlihce Ergebnisdarstellung (Flash)
Schwächen Suche kapituliert bei Umlauten
Note 6
URL http://ww3.kartoo.com/kartoolbar/de/
System Windows 95/98/ME/NT/2000/XP, Internet Explorer (keine Versionsangabe)

Die deutsche Version der französischen Metasuchmaschine Kartoo bildet die Suchergebnisse wahlweise in der üblichen Listendarstellung oder als flashanimierte Netzwerkkarte ab. Entsprechend ambitioniert präsentiert sich auch die „KarToolbar“. Sie bindet sich nicht als Funktionsleiste in das Browserfenster ein, sondern legt sich als eigenständige Anwendung stets in den Vordergrund des Bildschirms. Auf den Hilfeseiten kommt der französische Ursprung der Suchmaschine zum Vorschein; hin und wieder wirken die Übersetzungen der Einzeltexte reichlich unbeholfen ("„Sie haben die Nase voll, dieselben Akten zu durchsuchen, um Ihre Lieblingsakte zu finden? Stellen Sie dann diesen Akte als Bookmark im Fenster ‚Verwaltung der Bookmarks’ der KarToolbar. "). Insgesamt fallen die Hilfe-Seiten äußerst mager aus und sind auch inhaltlich kaum zu gebrauchen.

Wer aufgrund der aufwendigen Oberfläche auch umfangreiche Funktionen erwartet, wird enttäuscht. Die KarToolbar bietet lediglich eine Suchfunktion, die weder einzugrenzen ist noch Suchen mit erweiterten Parametern zulässt. Besonders ärgerlich ist die Tatsache, dass die Suchfunktion bei Eingaben von Umlauten überfordert ist: von „wärme“ wird nur das „w“ als Suchanfrage übergeben, von „Kartoffelpüree“ lediglich „Kartoffelp“. Damit disqualifiziert sich die Suchfunktion für den deutschen Raum von vornherein.

Zusätzlich zur Suche gibt es nur noch zwei weitere Funktionen: Erstens eine Übersichtsliste aller geöffneten Browserfenster, in der durch Anklicken einzelne Fenster geschlossen werden können – Kartoo preist diese Funktion als einfachen Popup-Killer... Zweitens lassen sich in der Toolbar maximal 20 Bookmarks anlegen, die auf Webseiten oder einzelne Ordner auf der eigenen Festplatte verweisen und so den Zugriff erleichtern sollen. Beide Features sind sinnlos – da hilft auch die einstellbare Transparenz der Toolbar-Fenster nicht, die höchstens als nette Spielerei zu vermerken ist.



Fazit: Viel heiße Luft, magere Funktionalität – da lohnt der Download nicht!

Lycos

Highlights Clipping-Funktion, gutes Design
Schwächen zu wenige suchrelevante Funktionen
Note 3
URL http://my.lycos.de/toolbar/
System Windows 95/98//ME/NT/2000/XP, Internet Explorer 5.5 oder höher

Die Installation erfolgt direkt aus dem Web heraus ohne Download einer Installationsdatei. Vorteil: es gibt bei fehlgeschlagener Installation einen ausführlichen Hinweis auf die notwendigen IE-Einstellungen, die damit leicht zu prüfen sind. Die Suche bietet alle Möglichkeiten zur Eingrenzung (Boolesche Operatoren, Bildersuche, Audiosuche, MP3-Suche etc.) und übergibt die Anfragen direkt an die Lycos-Suchmaschine.

Mit den Clippings bietet Lycos ein cooles, wenn auch nicht suchrelevantes Feature: Der Nutzer kann nach (leider: ausführlicher) Registrierung auf “mylycos“ seine individuelle Startseite mit Inhalten aus beliebigen Websites (insbesondere Lycos-fremden Sites, z.B. Aufmachern aus Zeitungen) erstellen. Dazu wird die Seite mit den interessierenden Inhalten aufgerufen; mit einem Klick auf den „Clip“-Button in der Toolbar werden alle möglichen Clippings auf der Seite als rahmen grafisch gekennzeichnet und können mit einem Klick in die mylycos-Seite übernommen werden. Einziges Problem: javascripte werden nicht mitgeclippt, so dass bei bestimmten Clippings evtl. Darstellungefehler auftreten.

Außer dem Clipping bietet die Lycos-Toolbar enttäuschend wenig. Zwar kann man zwischen acht verschiedene Skins für das Browserfenster wählen, doch das sonstige Angebot ist dünn. Die meisten Buttons in der Leiste sind nur Shortcuts zu den einzelnen Angeboten der Lycos-Welt – das leisten auch einfache Bookmarks/Favoriten. Insbesondere der „Partner“-Button ärgert: eine einfache Link-Liste zu bunt zusammengewürfelten Angeboten, die wohl nur ihre geschäftliche Verbindung zu Lycos gemeinsam haben. Die Liste mit eigenen Einträgen individuell sinnvoller zu gestalten ist nicht möglich. Möglichkeiten zur Markierung von Suchbegriffen oder ein PopUp-Blocking fehlen.



Fazit: oberflächlich edles Design mit zuwenig wirklich nützlichen Funktionen, vor allem für die Suche.

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Created by 24.02.2009 ID: 651 SORT: PAPA: 222
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